Diese bösartigen Tumore des Verdauungstraktes sind im Onkologischen Zentrum Bonn / Rhein-Sieg der chirurgischen Onkologie zugeordnet, die auch Partner im Integrativen Darmzentrum Bonn / Rhein-Sieg ist.
Die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie bietet alle modernen Operationsverfahren bei Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Falls es das Tumorstadium zulässt werden Minimal-Invasive Operationsverfahren eingesetzt.
Als Spezialverfahren zur Behandlung der Peritonealkarzinose (Krebsabsiedlungen im Bauchraum) führen wir die Entfernung des Bauchfelles (Peritonektomie) mit anschließender hyperthermer intraperitonealer Chemotherapie, das sog. HIPECVerfahren durch.
Minimal-Invasive-Chirurgie (Schlüssellochchirurgie)
Die Abteilung ist besonders auf die Minimal-Invasive-, bzw. „Schlüsselloch“-Chirurgie spezialisiert. Hierbei sind Operationsverfahren gemeint, bei denen über Kamerasysteme operiert wird. Daher werden nur „minimale“ Schnitte benötigt, um Kamera und Instrumente benutzen zu können. Die Vorteile für den Patienten sind die Minderung der Schmerzen nach der Operation, die schnellere Erholung und die kurzfristige Wiedererlangung der körperlichen Belastbarkeit.
Darm- und Mastdarmchirurgie
Ein besonderer Schwerpunkt der Abteilung ist die operative Behandlung von Darmkrebs. Im Jahr 2009 wurde die Abteilung als Darmkrebszentrum von der Deutschen Krebshilfe zertifiziert. Routinemäßig wenden wir, falls hierfür keine Kontraindikation besteht, die minimalinvasive Chirurgie (Knopflochchirurgie) an. Die Vorteile für den Patienten sind geringere Schmerzen und eine schnellere Erholung nach der Operation. Die Darmchirurgie wird mit dem modernen so genannten „Fast-Track-Behandlungskonzept“ durchgeführt. Durch eine Verbesserung der Zusammenarbeit aller beteiligten Therapeuten und eine optimierte Fürsorge reduzieren wir hierbei die Stressreaktion im Rahmen einer Operation auf ein Minimum. Es ergibt sich eine schnellere Rekonvaleszenz des Patienten nach der Operation, zu einer Verminderung der Komplikationen und einer Verkürzung des stationären Aufenthaltes.
Bei bösartigen Tumoren im Mastdarm in einem frühen Tumorstadium wenden wir auch die transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) an. Die Operation wird videoassistiert mit einem speziellen Instrumentarium, das über den Anus eingeführt wird, durchgeführt. Dadurch kann ein Bauchschnitt vermieden werden.
Magenchirurgie
Je nach Tumorart und Ausdehnung werden Magentumoren laparoskopisch oder offen entfernt. Auch hier werden innovative onkologische Konzepte, das heißt eine Kombination aus Chemotherapie und Operation zur Verbesserung der Prognose nach einem Magentumor eingesetzt.
Speiseröhrenchirurgie
Bei Speiseröhrenkrebs kann es notwendig sein, Teile der Speiseröhre zu entfernen. Der entfernte Abschnitt der Speiseröhre wird dann ggf. mit Magenanteilen ersetzt. Hierbei können wir durch die minimal-invasive (laparoskopische) Magenpräparation das Operationstrauma deutlich verringern.
Bauchspeicheldrüsenchirurgie
In der chirurgischen Abteilung werden alle gut- und bösartigen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse operativ behandelt. Handelt es sich um eine bösartige Erkrankung, kann es notwendig sein, angrenzende Organe, wie den Zwölffingerdarm oder die Milz zu entfernen. Darüber hinaus werden die Lymphabflusswege bzw. Lymphknoten mit entfernt, um alle bereits verstreuten Tumorzellen zu eliminieren. Bei Tumoren im Bachspeicheldrüsenschwanz- oder Körper werden die Operationen auch minimal-invasiv durchgeführt.
Leberchirurgie
Hierbei werden primär aus der Leber stammende Tumoren und Lebermetastasen (z.B. bei Darmkrebs) entfernt. Alle modernen Operationstechniken, wie das Ultraschallmesser oder der intraoperative Ultraschall, stehen hierfür zur Verfügung. In besonderen Fällen wenden wir in Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung des Universitätsklinikums Bonn (Direktor: Prof. Dr. Schild) und der Onkologie der Klinik auch die so genannte Radiofrequenzablation (RFA) an.
Hierbei werden die Tumoren mit computertomographisch eingeführten Sonden zerstört- eine Operation kann vermieden werden. Kleinere Lebertumoren und Leberzysten werden üblicherweise minimal-invasiv, d.h. laparoskopisch operiert.
Allgemein- und Viszeralchirurgie
Tel.: 0228. 543-2301
Prof. Dr. Andreas Türler / Chefarzt Allgemein- und
Viszeralchirurgie, Facharzt für Allgemeinchirurgie
und Viszeralchirurgie, Proktologie
Dr. Stefan Klozoris / Chefarzt Allgemeinchirurgie Waldkrankenhaus
Facharzt für Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie und Viszeralchirurgie
Dr. Uwe Pütz / Oberarzt
Facharzt für Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie
Michael Miessen / Oberarzt
Facharzt für Allgemeinchirurgie
Dr. Min-Seop Son / Oberarzt
Facharzt für Allgemeinchirurgie
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