Urologische Onkologie

  • Nierenkrebs
  • Blasenkrebs
  • Prostatakrebs
  • Hodenkrebs

Diese bösartigen Tumore der Harnwege und des männlichen Genitale sind im Onkologischen Zentrum Bonn / Rhein-Sieg der urologischen Onkologie zugeordnet.

In der urologischen Abteilung des Waldkrankenhauses mit 56 Betten sind neben dem Chefarzt zwei Oberärzte und acht Assistenzärzte tätig. Die Abteilung bietet das gesamte Instrumentarium, wie es für eine moderne Urologie typisch ist.

Dabei kommen die dem neuesten Stand der Medizin entsprechenden konservativen und operativen Verfahren zum Einsatz. In drei Operationssälen finden offene und endoskopische Eingriffe statt.
Pro Jahr werden über 2200 Patienten stationär behandelt, wobei der Anteil operativer Behandlungen bei über 70% liegt.

Das gesamte Spektrum der bösartigen Erkrankungen im urologischen Fachgebiet gehört zur täglichen medizinischen Arbeit in der Abteilung.

Besondere Schwerpunkte bilden die große urologische Tumorchirurgie (Prostatakarzinom, Nieren-, Blasen- und Hodentumore) sowie die endoskopische Urologie.

Im Rahmen der Tumorchirurgie werden neben - falls für die Heilung erforderlich - ausgedehnt radikalchirurgischen Eingriffen auch funktionserhaltende Verfahren angeboten (z.B. nerverhaltende Prostatektomie beim Prostatakarzinom, Harnblasenentfernung mit Bildung einer Darmersatzblase beim fortgeschrittenen Blasentumor, nerverhaltende Lymphknotenentfernung beim Hodentumor, organerhaltende Tumorentfernung beim Nierenzellkarzinom).

Dabei wird in enger Anbindung an andere operative Abteilungen je nach Krankheitsbild interdisziplinär vorgegangen.
Die endoskopische Chirurgie von oberflächlichen Tumoren der Schleimhaut des Harntraktes stellt einen weiteren wesentlichen Punkt der Tumortherapie dar. Dabei werden moderne Techniken wie die sogenannte photodynamische Diagnostik eingesetzt.

Neben der chirurgischen Therapie werden alle medikamentösen Behandlungen urologischer Tumorerkrankungen angeboten, so dass insbesondere vor oder nach der Operation ergänzende Behandlungsansätze jederzeit möglich sind.

Die Abteilung ist für die ambulante Chemotherapie zugelassen, die in enger Abstimmung mit Ihrem behandelnden Urologen in speziellen Räumen unter ständiger Betreuung durchgeführt wird.

Prof. Dr. Vorreuther sowie die beiden Oberärzte G. Solleder und Dr. A. Harz besitzen die Zusatzbezeichnung „Medikamentöse Tumortherapie“ der Ärztekammer Nordrhein, und die Abteilung ist dort als Weiterbildungsstätte zur medikamentösen Tumortherapie zugelassen.

Häufig gibt es mehrere Behandlungsmöglichkeiten einer bösartigen Erkrankung, die auf den Einzelfall abzustimmen sind. Dabei ist uns der enge Kontakt mit Ihrem behandelnden Urologen, der Sie kennt, besonders wichtig. Jeder Patient wird individuell beraten. Für Prostatakarzinompatienten wird zusätzlich eine gesonderte Sprechstunde angeboten.

Physiotherapeutische, seelsorgerische und psychoonkologische Unterstützung sind neben der Beratung durch unseren Sozialdienst - unter anderem über mögliche stationäre wie auch ambulante Rehabilitationsmaßnahmen nach der Therapie - eine Selbstverständlichkeit.