Arbeitskreis des Pankreatektomierten e.V.

Die schwierige Situation nach einer Bauchspeicheldrüsen-Operation brachte im Jahre 1976 Betroffene auf die Idee, unter dem Motto „Hilfe durch Selbsthilfe“ in Heidelberg den Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) zu gründen.
Es war ein großer Vorteil, dass sich von Anfang an Ärzte verschiedener Fachrichtungen und Ernährungstherapeuten zur Mitarbeit bereitfanden. Seit Mai 1979 ist der AdP ein eingetragener Verein.
Heute ist der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. mit seinen über 1.150 Mitgliedern eine Selbsthilfeorganisation für alle Patienten, bei denen eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse vorliegt oder vermutet wird. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Tumor der Bauchspeicheldrüse (z.B. Pankreaskarzinom) oder um eine Entzündung (=Pankreatitis) handeln. Besonders intensiv bemühen wir uns um Patienten, bei denen die Bauchspeicheldrüse wegen einer dieser Erkrankungen teilweise oder vollständig entfernt werden musste.
Zweck des AdP e. V.  ist somit die Förderung der Gesundheit und Rehabilitation von partiell und total Pankreatektomierten und nicht operierten Bauchspeicheldrüsenerkrankten unter besonderer Berücksichtigung der Krebspatienten und ihrer Angehörigen.

Das Logo des AdP beinhaltet den Zusammenhalt der Betroffenen und ihrer Angehörigen untereinander und mit seinen Helfern. Wegen der Komplexität der Erkrankung sollten sich der Betroffene bzw. seine Angehörigen von unterschiedlichen Stellen Hilfe holen.
Hier müssen Arzt, Psychotherapeut, Ernährungstherapeut und Sozialberater Hand in Hand mit dem Patienten und seinen Angehörigen arbeiten. Der AdP ist bei der Koordination dieser für den Einzelnen kaum zu leistenden Aufgabe behilflich.
Wir helfen den Betroffenen dabei durch unsere menschliche Zuwendung, der Förderung des Austausches von Gleichbetroffenen untereinander und durch Vermittlung von fundiertem Wissen.
Wir unterstützen Patienten und Angehörige anhand unserer Erfahrungen bei der Suche nach spezialisierten Ärzten, Ernährungstherapeuten, Sozialberatern und Pankreas-Zentren bzw. Reha-Einrichtungen und bei der Einholung einer Zweitmeinung.
Nach dem Motto „Hilfe durch Selbsthilfe“ kann man nicht nur überleben, sondern auch eine bessere Lebensqualität erhalten. Trotz dieser Möglichkeit muss die Hilfe und Behandlung für Pankreaspatienten weiter ausgebaut werden. Dafür ist eine intensive Arbeit und Forschung notwendig.
Der AdP formuliert deshalb auch gesundheitspolitische Positionen und ringt um deren Durchsetzung.